aus dem Kronprinz Rudolph Werk Leitstute Nambia mit Herde
 
Herghelia Lucina

Die Zucht basiert auf 7 Hengst- und 14 Stutenlinien. Das Huzulenpferd selbst wurde bereits 1603 erstmals urkundlich erwähnt. Die häufig auftretenden Wildpferd-abzeichen der Huzulen, wie Schulterkreuz, Aalstrich und schwarze Zebrierung zeugen bis heute von der engen Verwandtschaft mit den Urwildpferden Tarpan und Przewalski.

Die trittsicheren, ruhigen Tiere mit sanftem, gutmütigem Charakter und anspruchslos im Futter sind vielseitige Gefährten des Menschen. Die Pferde wachsen in einem Herdenverband mit streng hierarchischer Erziehung auf. Sie eignen sich sowohl zum Reiten in schwierigem Gelände, für Orientierungsritte, kleines Military (Huzulen-pfad) als auch in der Kommunikationstherapie.

Die Pferde können ab dem vollendeten dritten Lebensjahr im Fahren und ab dem vierten bis fünften Lebensjahr zum Reiten ausgebildet werden. Stuten können ab dem vollendeten dritten Lebensjahr und Hengste ab dem vollendeten vierten Lebensjahr in die Zucht genommen werden. Für Hengste im Hauptbuch I ist eine Hengstleistungsprüfung (Reiten, Fahren, Zug) erwünscht. Vier unserer fünf Zuchthengste sind stationär in Stadl Paura HLP geprüft und einige sogar in 3 Ländern angekört.

Stockmaße: 133-145, Farben: Falben (wild-farben bis dunkelmausgrau), Braune, Schecken (25-30% Scheckung, waren sehr beliebt als die "Indianerpferde" der Kinder des Kaiserhauses und Lieblinge der Gouvernanten, weil besonders menschenbezogen durch arabischen Einschlag), seltener Rappen und nurmehr vereinzelt Füchse (früher 12%).

Die Huzulen wurden in den Nachfolgestaaten der k.k. Monarchie schon immer als eine wertvolle Pferderasse gefördert und sind seit 2001 und weiterhin ab 2007 als eine vom Aussterben bedrohte, erhaltenswerte Pferderasse im Genreserveprogramm der Österr. Bundesregierung ÖPUL/ÖNGENE geführt. Mit unseren Huzulen haben wir bei nationalen und internationalen Championaten in Zucht und Sport schon viele Preise erhalten.

Club Hucul

Zur Geschichte des Altösterreichischen Huzulenpferdes

Das Huzulenpferd stammt aus einem abgelegenen Gebiet in den Ostkarpaten im heutigen Rumänien und der Ukraine, wo sich Nachfahren der Tartaren und Kosaken, auch das Volk der Huzulen genannt, ansiedelten. Als Reit- und Tragtier genutzt, war das Huzulenpferd unverzichtbarer Helfer der Bergbauern. Man sagt von den Huzulenmenschen, daß sie auf den Pferden geboren wurden, auf ihnen lebten und auch auf ihnen starben.

In diesem schwierigen, zumeist dicht bewaldeten Gelände der Huzulei, so wurde diese Gegend genannt, entwickelte sich aufgrund der rauhen und unwirtlichen Lebensbedingungen ein kleines, robustes, belastbares, trittsicheres und mutiges Pferd, das sich auch gegen die Bären und Wölfe in dieser Gegend zu verteidigen wußte. Nicht umsonst werden die Huzulenpferde in der Literatur "Könige der Bergpferde" genannt (Oberstlt. Hackl der ehem. österr. Pferdezuchtanstalten: Berg-Tarpan der Waldkarpathen, genannt Huzul, Verlag Friedrich Beck, Wien/Leipzig, 1938).

 

DIE ZUCHT

Die Anfänge der geregelten Huzulenzucht gehen auf das Jahr 1856 - in die damals zur österr.-ungar. Monarchie gehörende Bukowina – zurück. Die Gestüte Radautz und Luczyna (Luczyna in einer Hochebene von 1350m und 1800ha) versorgten bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die Armeen der k.u.k. Monarchie mit zuverlässigen Reit-, Zug- und Packtieren.


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